Spitz macht Schule

In Zusammenarbeit mit Absolventen der HTL für Lebensmitteltechnologie Wels wurden kürzlich neue Erkenntnisse rund um den Nachweis von Alicyclobacillus-Bakterien erarbeitet, die vor allem in der Fruchtsaftherstellung ein Risiko darstellen.

Spitz gilt in der Region nicht nur als sicherer und attraktiver Arbeitgeber, sondern ist zudem stets auf der Suche nach ambitionierten Nachwuchstalenten. Dies betrifft einerseits die Lehrlingsausbildung, die angehende LebensmitteltechnikerInnen, MetalltechnikerInnen, ElektrotechnikerInnen sowie Industriekauffrauen und –männer bei Spitz absolvieren können, andererseits aber auch Kooperationen mit Schulen, Universitäten und Fachhochschulen.

Zuletzt konnten Gerald Brandstetter und Lukas Atzmüller, Maturanten der HTL für Lebensmitteltechnologie Wels, im Rahmen ihrer Abschlusspräsentation mit beeindruckenden Ergebnissen punkten. Sie wurden von Spitz mit der Diplomarbeit „Nachweis und Dekontamination von Alicyclobacillus“ beauftragt. Bei Alicyclobacillen handelt es sich um sporenbildende Bakterien, die in der Fruchtsaftherstellung als gefährliche Verderbs-Erreger gefürchtet sind. Im Zuge der Projektarbeit verglichen Gerald Brandstetter und Lukas Atzmüller verschiedene Analysemethoden. Zudem wurden diverse Monitoring- und Dekontaminationsverfahren getestet. Auf Basis der Ergebnisse der beiden Absolventen entschied sich Spitz dazu, für das Spitz Mikrobiologie-Labor einen GeneDisc-Cycler anzuschaffen. Mikrobiologisches Schnelltestsystem auf Basis einer real-time-PCR-Methode Simon Kaiser, Leiter der Arbeitsgruppe Mikrobiologie bei Spitz, erklärt dazu: „Die Ergebnisse der Projekt-Arbeit wurden von Gerald Brandstetter und Lukas Atzmüller nicht nur ausführlich und kompetent dargestellt, sie haben uns auch dazu animiert, in eine innovative ;real-time-PCR-Analsenmethode‘ zu investieren. Dadurch können Mikroorganismen spezifisch auf DNA-Ebene nachgewiesen werden. Getränkeverderbende Mikroorganismen, wie Alicyclobacillen und Hefen, werden mit diesem Analysenverfahren innerhalb von 2 bis 24 Stunden, statt wie bisher nach 4 bis 8 Tagen nachgewiesen. Unsere Reaktionszeit bei Auffälligkeiten kann daher deutlich reduziert werden. Neben den klassischen getränkeschädlichen Mikroorganismen können mit dem neuen Nachweisverfahren auch gesundheitsschädliche Keime, wie Salmonellen, Listerien und Staphylokokken frühzeitig erkannt werden.“